Ein Satz sagt mehr als 1000 Worte

Folgen. Los!

27. November 2009 · 5 Kommentare

Endlich. Meine neue Identität scheint geklärt. Es ist @blattwerk. Guter Mann: Er macht seine Rolle bislang sehr gut, seine Abneigung gegen Ofenkartoffeln ist noch ein wenig indifferent – ansonsten steht ihm die Rolle perfekt. Folgen.

Ansonsten folgt bitte @blogbuchstaben, @_allerleirauh, @rawr_it, @MissMenschette, @emiliablue, @russischbrot, @die_Tanya, @herr_wanninger und @IndigoDeLucca. Den Herren @totalkaputt, @schlenzalot und @bosch sowieso. Und natürlich: @Agent_Dexter

Noch was: Wer immer sich den ursprünglichen Account-Namen gesichert hat – ich hätte ihn ganz gerne zurück.

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Köln Concert

22. November 2009 · 3 Kommentare

Der Stutzflügel auf der Bühne der Oper ist das falsche Instrument. Eine Verwechslung. Nicht perfekt gestimmt obendrein. Eigentlich will der Pianist abbrechen. Er fühlt sich ohnehin miserabel, 12 lange Stunden hat er im Auto verbracht. Wütend setzt er sich auf den Klavierschemel und beginnt seine Improvisation. Zuerst langsame Tastenfolgen, die sich aus atonalen Figuren in kleine Melodien fügen. Die zum Thema werden, wiederkehren, von seiner linken Hand zu prägnanten Motiven ausgebaut werden, während die rechte dazu den Rhythmus erfindet. Aus rohen Blöcken entstehen fein gewirkte Partituren, er wird schneller, erfindet neue Muster. Verwirft, sucht, triumphiert. Der Groll gegen Instrument und Umstände verkehrt sich in eine konstruktive Vitalität und das Wissen um die Unwiederholbarkeit des Ereignisses macht atemlos. Der Hörer glaubt, längst nicht mehr nur den mitsummenden, -brummenden, -juchzenden Pianisten zu hören. Es ist der Duktus der Hände, die die Tasten mal liebevoll streicheln, dann wieder hart traktieren. Vortastende fragende Figuren führen unvermittelt in weite offene Kaskaden, Traditionelles wirkt neu und fremd und nie gekannte Töne klingen so vertraut, als wären es Kindheitserinnungen. Jeder im Saal weiß, dass hier Geschichte geschrieben wird.

Keith Jarrett. Köln Concert. 24.1.1975

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Blind Date

18. November 2009 · 5 Kommentare

An der Fußgängerampel piept es schnell für Grün und langsam für Rot. Das ist fast schon die einzige Hilfe, die Blinden im öffentlichen Raum zuteil wird. Selbst bei der Suche nach einer Zimmernummer innerhalb eines Gebäudes ist es eigentlich nur ein Sehender, der dem Blinden den Weg weisen kann.

Wenn der Tastsinn die Funktion des Auges ersetzt, sollte Information für Blinde auch in Griffhöhe angebracht werden. Diese Idee war 1999 der Impuls, eine Türklinke für Blinde zu entwerfen. Ein Modulsystem aus farbigen Kunststoffringen trägt dabei die erhabenen Zeichen des Braille-Alphabets. Zusammengesteckt auf dem Griff des Türdrückers aus Edelstahl ergeben sich kurze Worte oder Zahlenkombinationen. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Schildern mit Punktschrift: Die Einzelmodule lassen beliebige Kombinationen zu, nicht für jede Beschriftung muss ein eigenes teures Werkzeug gefertigt werden.

Ausführliches Konzept: hier

Design: Dietrich von der Mark, Peter Breuer

1. Preis HEWI-Metal (German Design Council, Frankfurt)

1. Preis in der Sparte Industrial Design im Wettbewerb Stadt/Land/Form

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